Extasia

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Die Extasia ist eine jährlich stattfindende, dreitägige Erotikmesse in Zürich, die mit knapp 20.000 Besuchern als die größte Publikumsmesse ihrer Art in der Schweiz gilt.

Von der Extasia werden außer Pornografie, Sexspielzeugen, Reizwäsche und Tattoos weitere Bereiche der modernen Erotik abgedeckt. Bei der Extasia 2007 wurde der Ausstellungs- und Verkaufsbereich von rund 70 Anbietern beschickt. Zum Veranstaltungsprogramm der Erotikmesse gehörten 2007 unter anderem Erotik- und Sex-Live-Shows, Tabledance, ein 3D-Pornokino, eine „Women Only Zone“ mit „Menstrippers“, eine Fetish- und SM-Zone, Tantra-Sex-Kurse und ein Pornostar-Treff.

Veranstalter der Extasia ist die Pic Nik Entertainment AG aus Gossau im Kanton Zürich; Mitveranstalter sind der Schweizer Pornoproduzent Jvo Ganz sowie Arnold Meyer, der auch die „Energy“ nach der Street Parade organisiert. Veranstaltungsort in Zürich war 2007 erstmals, und gleichzeitig auch letztmals, das Hallenstadion, wo die Erotikmesse zum ersten Mal auch von der Fachmesse Sexxxpo begleitet wurde, die sich ausschliesslich an Fachbesucher aus der Erotik- und Pornobranche wandte.

Kritik

In Teilen der Bevölkerung und im politischen Raum stößt die Extasia auf teils heftige Kritik („abscheuliche Schmuddelmesse“). Die in Zürich lebende, deutsche Schriftstellerin Sibylle Berg sah die Extasia 04 (2004) als einen „Ort für Männerprojektionen“ sowie die dort bzw. in der Erotik- und Pornobranche agierenden Frauen als „Objekt(e)“, und resümierte: „So peinlich ist das Mensch sein hier.“

Bei der Extasia 2006, die zum vierten Mal in der Eventhalle 550 (ABB-Halle) stattfand, kam es zu einem Eklat, nachdem die Veranstalter vor dem Publikum einen Pornofilm „live“ drehen lassen wollten. In der Folge entschied die ABB Schweiz, die von ihr betriebene Eventhalle im Zürcher Quartier Oerlikon nicht mehr für die Erotikmesse zur Verfügung zu stellen.

Die Extasia 2007 wurde daraufhin von den Veranstaltern im Zürcher Hallenstadion durchgeführt. Nach Aussage von Jvo Ganz habe „man […] sich an die Gesetze gehalten und bewusst auf Darstellungen von Hardcore-Sex verzichtet“. Im Anschluss an der Veranstaltung entschied der Verwaltungsrat der Hallenstadion AG einstimmig, die Erotikmesse im nächsten Jahr nicht mehr im Hallenstadion zu dulden. Ins Gewicht fiel vor allem die Tatsache, dass das Hallenstadion mit Steuergeldern subventioniert wird, und eine weitere Durchführung einer solchen Veranstaltung im Hallenstadion in der Öffentlichkeit kaum erklärbar wäre. Die wahren Gründe liegen jedoch eher darin, dass der Stadtrat Vollenweider ebenfalls Verwaltungsrat des Hallenstadions ist und nach seiner ursprünglichen Gutheissung im Stadtrat unter Kritik geriet. Da derselbe lebensfrohe Stadtrat auf den Posten des Stadtpräsidenten bei baldigen Wahlen aus ist, möchte er sich nicht weiter die Finger verbrennen und hat dem Hallenstadion die Veranstaltung unter Androhung der Kündigungs des Kredites (für den damaligen Umbau des Hallenstadions im 2004, ca. Fr. 35 Mio.) verboten. Anscheinend möchte sich weder die Direktion der Hallenstadion, noch der Veranstalter weiter in der Oeffentlichkeit für die weitere Durchführung einsetzen.

Im Rahmen der Extasia 2007 wurde der European Adult Award verliehen. Rocco Siffredi bemerkte bei der Verleihung: „Das ist der kleinste Award, den ich je erhalten habe!“ und hielt ihn zum Vergleich demonstrativ an seine Hose.

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